{"id":403,"date":"2013-07-03T21:06:07","date_gmt":"2013-07-03T19:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/?p=403"},"modified":"2014-05-06T12:26:24","modified_gmt":"2014-05-06T10:26:24","slug":"ein-wald-voller-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/?p=403","title":{"rendered":"Ein Wald voller Wasser"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberall im Wald steht und flie\u00dft heute Wasser. Hier gibt es B\u00e4che, wo fr\u00fcher nie ein Bach war. Vielleicht schafft der Regen sich aber auch Strukturen, die es vor einigen hundert Jahren schon so gab. Der Wald bei uns ist ohnehin viel trockener als in fr\u00fcheren Zeiten. Der Braunkohlentagebau in\u00a0 der Ville hat den Grundwasserspiegel abgesenkt. Durch die &#8222;R\u00f6pespillskuhl&#8220; flie\u00dft heute ein richtiges B\u00e4chlein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/r\u00f6pespill.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-406\" alt=\"r\u00f6pespill\" src=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/r\u00f6pespill.jpg\" width=\"576\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/r\u00f6pespill.jpg 900w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/r\u00f6pespill-300x225.jpg 300w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/r\u00f6pespill-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Was hier jetzt Richtung Mirbach abflie\u00dft, hat sich noch vor 20-30 Jahren alles in der &#8222;Jourm&#8220; einem kleinen Waldmaar am Waldrand gesammelt. Seit langer Zeit hatte die Jourm ganzj\u00e4hrig Wasser. Erst in den letzten Jahren ist sie h\u00e4ufiger ausgetrocknet. 2011 und 2012 war sie fast den ganzen Sommer \u00fcber trocken. In diesem Jahr steht erstmals seit dem Fr\u00fchjahr dort wieder st\u00e4ndig Wasser. Es bestand ein System aus T\u00fcmpeln und Gr\u00e4ben, das der Entw\u00e4sserung des Waldes diente und in der Jourm endete. Seit l\u00e4ngerer Zeit sind die Gr\u00e4ben teils verschlossen oder bestehen nicht mehr, so sucht das Wasser sich seinen Weg und findet ihn in Richtung Mirbach, zum Leidwesen der Menschen in den immer h\u00e4ufiger \u00fcberfluteten Alfterer Stra\u00dfen. <\/span>Es wird immer gesagt der Mirbach entspringe im &#8222;Hasenp\u00fctzchen&#8220;, einem Waldst\u00fcck, wo die Quellen heute in Fischteiche m\u00fcnden. Sieht man sich aber \u00e4ltere Landkarten, z.B. die von Tranchot an, so erkennt man, dass der Mirbach fr\u00fcher ein St\u00fcck h\u00f6her, am Beginn der &#8222;Langmaar&#8220; entsprungen sein muss. Zum zweiten mal konnte ich jetzt beobachten, dass nach sehr starken Regenf\u00e4llen ein B\u00e4chlein von oberhalb der Langmaar zur eigentlichen Mirbachquelle hinflie\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Mirbachquelle_03072013.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-407\" alt=\"Mirbachquelle_03072013\" src=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Mirbachquelle_03072013.jpg\" width=\"576\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Mirbachquelle_03072013.jpg 900w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Mirbachquelle_03072013-300x225.jpg 300w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Mirbachquelle_03072013-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Foto oben zeigt die kleine Quelle in der Langmaar, wo das Wasser austritt, das sich im &#8222;Hellert&#8220; sammelt. Ein Fichten- und Edeltannenbestand aus einer ehemaligen Weihnachtsbaumkultur wird hier regelrecht \u00fcberflutet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Tagen fliegen immer wieder dukel gef\u00e4rbte Schmetterlinge umher, die aber selten ruhig sitzen bleiben. Heute konnte ich am Waldrand oberhalb des Mirbachs einen fotografieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-404 aligncenter\" alt=\"Waldvogel_03072013\" src=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013-1024x845.jpg\" width=\"500\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013-1024x845.jpg 1024w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013-300x247.jpg 300w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013-624x515.jpg 624w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Waldvogel_03072013.jpg 1914w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es handelt sich um den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus), ein Edelfalter, der sich sehr gern am Waldrand aufh\u00e4lt und bei uns \u00fcberall weit verbreitet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Springkraut_03072013.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-405\" alt=\"Springkraut_03072013\" src=\"http:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Springkraut_03072013.jpg\" width=\"576\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Springkraut_03072013.jpg 900w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Springkraut_03072013-300x225.jpg 300w, https:\/\/naturgartenblog.wgrverlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Springkraut_03072013-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier hat sich ein gr\u00f6\u00dferer Bestand des Kleinen oder Kleinbl\u00fctigen Sprinkrauts <em>(Impatiens parviflora) <\/em>etabliert. Ein Neophyt, also ein Neub\u00fcrger in der Pflanzenwelt, der nach neueren Erkenntissen wohl nicht dazu neigt, andere Pflanzen in ihrem Bestand zu verdr\u00e4ngen. Dieses gelbbl\u00fctige Kraut sucht sich Standorte, die von anderen Pflanzen nicht besiedelt werden k\u00f6nnen. Hier steht es im Schatten eines Fichtenbestands. Der Standort ist vermutlich f\u00fcr viele andere Pflanzen zu dunkel. Weiterf\u00fchrende Informationen zu dieser Pflanze findet man u.a. bei <a href=\"http:\/\/www.floraweb.de\/neoflora\/handbuch\/impatiensparviflora.html\" target=\"_blank\">NeoFlora<\/a> des BfN. Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz empfiehlt keine Ma\u00dfnahmen gegen die Ausbreitung dieser Pflanze, weil sie keine besondere Bedrohung f\u00fcr das \u00d6kosystem darzustellen scheint. In unserem Waldgarten haben sich auch einige wenige Exemplare angesiedelt, die jetzt bl\u00fchen. Ich werde sie im Auge halten. Aus dem Osten Sibiriens und der Mongolei stammt diese Pflanze urspr\u00fcnglich, die im 19. Jh. beispielsweise im Botanischen Garten in Leipzig ausges\u00e4t wurde und sich dann zunehmend im ganzen Land verbreitet hat. Also ein durchaus schon etablierter Neub\u00fcrger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberall im Wald steht und flie\u00dft heute Wasser. Hier gibt es B\u00e4che, wo fr\u00fcher nie ein Bach war. Vielleicht schafft der Regen sich aber auch Strukturen, die es vor einigen hundert Jahren schon so gab. Der Wald bei uns ist ohnehin viel trockener als in fr\u00fcheren Zeiten. 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